Demodex
Das diese Erkrankung bekannt wird, liegt uns besonders am Herzen. Sie wird verbreitet, indem mit Demodex befallene Hündinnen zur Zucht verwendet werden und die Milben dann an ihre Welpen weitergeben.
Tequilas Mutter hat Demodex und bei unserer süßen Sabberbacke ist Demodex durch die Hormonverschiebung durch die Läufigkeit ausgebrochen.
Die Leute bei denen wir sie gekauft haben sind die typischen Vermehrer und legen auf die Gesundheit der Zuchtiere und der Nachkommen keinen Wert!
Die Mutter von Kila bekommt schon wieder Welpen! Sie wurde kein Jahr nach dem ersten Wurf schon wieder gedeckt!
Ich möchte alle Besucher unserer HP warnen, von solchen Leuten Hunde zu kaufen!
Hauptsache es springt reichlich Geld bei der Sache raus.
| Verursacher: Milben Formen: 1. Lokalisierte, spontane Demodikose (Demodex Canis) 2. Lokalisierte, iatrogene Demodikose (Demodex Canis) 3. Generalisierte, erbliche Demodikose (Demodex Canis) 4. Generalisierte Demodikose aufgrund iatrogener oder spontaner Immunsuppression/"Old Dog Demodicosis" (Demodex Canis) 5. Pododemodikose durch Demodex canis 6. Demodikose durch Demodex cornei 7. Demodikose durch Demodex injai Historie: Die erste Haarfollikelmilbe Acarus folliculorum wurde im Jahre 1842 von SIMON beschrieben und 1859 von LEYDIG mit dem Namen Demodex Canis belegt. 1978 wurde das erste Mal der gesamte Entwicklungszyklus dieser Milbenart erforscht. Die Entwicklung vollzieht sich von fusiformen Eiern über sechsbeinige Larven, hin zu sechsbeinigen Protonymphen, achtbeinigen Deutonymphen und schließlich zu den achtbeinigen adulten Milben. Die Milben leben in den Haarfollikeln und seltener auch in den Talgdrüsen der Haut, wo sie sich von Zellen, Talg und epidermalem Detritus ernähren. Alle Entwicklungsstadien können auch in den Lymphknoten, der Leber, Milz, Niere, Harnblase, Darmwand, Lunge, Schilddrüse sowie in Blut, Kot und Urin gefunden werden. In diesem Fall sind die Parasiten meistens degeneriert. Verbreitung: Bei ca. 99,9 % der Hundepopulationen; andere Unterarten bei allen Säugetieren einschl. Menschen. Ausnahmen Meeressäuger ohne Behaarung. Diagnostik: nicht einfach, da symptomatik mit anderen durch Milben oder Pilze verursachten Hautschädigungen ähnlich verlaufen. Abklärung durch Hautgeschabsel sind ebenfalls ungenau und selbst tiefergehende Stanzungen weisen gelegentlich Unstimmigkeiten auf. Ansteckung: Hund/Hund nein; Hund/Mensch nein Verbreitung durch: Übertragung durch das Muttertier in den ersten Lebenstagen beim Säugen. Erbkrankheit: Nur die generalisierte, erbliche Demodikose. Betroffene Hunde gehören nicht in die Zucht und sollten generell mit Zuchtverbot belegt werden. Auf die genealogischen Aspekte wird hier gesondert in der Datenbank für Erbkrankheiten eingegangen (in Vorbereitung) Behandlungserfolg Bei den lokalisierten Formen ausgezeichnet, bei der generalisierten Form mäßig bis schlecht(Todesfälle sind nicht ausgeschlossen). Behandlungsdauer: zwischen 3 und 10 Monaten, nach Art der Demodex und Schweregrad der Ausbreitung. Medikamente: In Deutschland sind 2 Mittel zur Behandlung zugelassen. Bei leichten und mittelschweren Erkrankungen ist die Behandlung mit Advocate angeraten. Advocate ist einfach in der Anwendung, hat auch bei leichter Überdosierung keine Organschädigungen zur Folge. Studien zeigten Unverträglichkeiten bei einem Hund von 300 in Form von Erbrechen. Bei schweren Fällen kommt Amitraz, in Deutschland unter dem Namen Ectodex bekannt zum Einsatz. Ectodex verursacht Nebenwirkungen und ist hoch giftig, Bei vorhandener Diabetis oder großflächigen offenen Entzündungen, sowie geschädigten Hautstellen in Schleimhautnähe ist es nicht angeraten. Einige Tierärzte verwenden Ivomec, leider zu leichtfertig. Ivomec ist für die Behandlung von Hunden nicht zugelassen. In Ausnahmefällen, wenn wirklich nichts anderes mehr hilft, sollte es versucht werden, die Nebenwirkungen sind vehement, Todesfälle unter anderem durch Koma sind nicht ausgeschlossen. Behandlungskosten incl. Medikamente: Je nach Schweregrad und Therapieverträglichkeit zwischen 100 und 250€ bei den lokalisierten Formen. Bei der generalisierten Form zwischen 100 und 1000 € je nach Schweregrad und Therapieverträglichkeit. Mögliche Anzeichen und Auslöser einer Demodikose: Das Ausbrechen der Demodikose ist immer als sekundär Krankheit zu sehen. Demodexmilben sind Bestandteil eines jeden Hundes. Das Immunsystem wird im Regelfall damit fertig und reduziert durch die T-Helferzellen die Milbenpopulation. Kommt es zu einer Störung des Immunsystems vermehrt sich die Milbe explosionsartig. Eine Beeinträchtigung des Immunsystems kann durch folgende Faktoren ausgelöst werden: Futterunverträglichkeit, Medikamente hier besonders kortisonhaltige Präparate, Infekte, Tumore, Stress in jeglicher Form, Bakterien und Allergien. Bei der leichten Form der lokalisierten Demodikose (maximal 1-4 geschädigte kleine Stellen) kommt es zu leichten kreisrunden Rötungen der Haut eventuell mit leichter Schuppenbildung oder leichtem Haarausfall an den Extremitäten, dem Rumpf oder dem Kopfbereich. Eine Abklärung durch den Tierarzt sollte vorgenommen werden, von einer Behandlung mit Milbenmitteln wird zunächst abgeraten, da das Immunsystem des Hundes von alleine damit fertig wird. unterstützend und hautberuhigend kann eine Lösung aus Propolistropfen (ohne Alkohol) mit Wasser auf die betroffenen Stellen getupft werden. Der Vorteil ist auch, das dem Tierarzt die Möglichkeit gegeben wird, sofern die Schädigungen nicht von allein zurückgehen, auch eine generalisierte Form in Betracht zu ziehen und somit sofort eine geeignete Therapie einzuleiten. Ist die lokalisierte Demodikose im fortgeschrittenem Stadium, ( zahlreiche geschädigte Hautpartien, einzelne Pustelbildung am ganzen Körper, vornehmlich als Pickel in den weniger behaarten Partien im Oberschenkelbereich, einige offene nässende Wunden, öliges Fell mit penetrantem Geruch, Juckreiz ohne Ende, erhöhte Mattigkeit), sollte zunächst eine Behandlung mit Advocate eingeleitet werden. Wichtig ist, dass die Behandlung konsequent für mindestens 4 Monate durchgeführt wird, bei hartnäckigen Fällen eventuell 5 Monate. Haben sich offene Wunden gebildet muß auf eine bakterielle Infektion abgeklärt werden und parallel eine Antibiotika-Behandlung erfolgen. Kommt es zu starkem Juckreiz kann mit einer Lösung aus Totes -Meer- Salz Linderung verschafft werden, alternativ ein dermatologisches Shampoo mit Kamillelösung. Wichtig ist die Waschung erst 2-3 Tage nach dem Auftragen von Advocate vorzunehmen, um den klinischen Effekt nicht abzuschwächen. Bei der Behandlung der Demodikose kommt es erst zu einer augenscheinlichen Besserung der Hautpartien. Dann nach ca. 3-4 Wochen scheidet die Haut die abgestorbenen Milben aus, die Folge ist eine vermutete Verschlimmerung der Demodikose. Nach weiteren 3-4 Wochen sollte sich dann aber generell eine Besserung abzeichnen, die dann auch Bestand hat. Es dauert teilweise bis zu 8 Monaten, bis die Hautschäden nicht mehr sichtbar sind. Eine Behandlung mit Kortison während einer Demodex ist kontraproduktiv und fördert die Verschlimmerung um ein Vielfaches. |
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